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Über KONTEC 2019

Mit der 14. KONTEC (Internationales Symposium zur „Konditionierung radioaktiver Betriebs- und Stilllegungsabfälle) in Verbindung mit dem Statusbericht des BMBF zu „Stilllegung und Rückbau kerntechnischer Anlagen“ vom 27 bis zum 29. März 2019 im Congress Center des Maritim Hotels in Dresden zeigte sich erneut, dass die seit 1993 bestehende Konferenz als die Deutsche Leitmesse der kerntechnischen Entsorgung von der Branche anerkannt worden ist.

Eröffnung der KONTEC 2019 durch Herrn Olaf Oldiges

Das seit 1993 stetig wachsende Symposium erfreute sich 2019 mit annähend 1.300 Teilnehmern aus 23 Nationen Europas, Asiens, Afrika, Amerika und Nordamerika und 86 ausstellenden Unternehmen auf über 1.280 qm Fläche hoher Beliebtheit.

Es hat sich seit der ersten Veranstaltung mit wenigen Teilnehmern rasant zu einem beliebten Treffpunkt in der Nuklear-Branche entwickelt. Mittlerweile ist die KONTEC zu einem Magnet für alle wichtigen nationalen und internationalen Unternehmen und Institutionen, die im Wesentlichen ihren Fokus auf die Konditionierung radioaktiver Betriebs- und Stilllegungsabfälle sowie auf den Rückbau von Reaktoranlagen legen, geworden. Das Symposium findet im 2 -jährigen Rhythmus jeweils im Frühjahr statt und bringt Betriebsfachleute, Anlagenhersteller, Dienstleister, Forscher, Gutachter und Behördenvertreter zum Informations- und Erfahrungsaustausch zusammen.

Die KONTEC bietet die geeignete Plattform für die Thematik Zwischen- und Endlagerung in welchem der Statusbericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF zu den Forschungsvorhaben unter dem Titel „Stilllegung und Rückbau kerntechnischer Anlagen“ eingebettet ist.

Am Mittwoch, 27. März 2019 um 10.00 Uhr eröffnete Herr Olaf Oldiges, Vorsitzender des KONTEC Programmausschusses die KONTEC 2019 und ging u. a. auf die nach wie vor bestehenden offenen Fragestellungen rund um die planbare Herstellung endlagerfähiger Abfallgebinde ein. Insbesondere der nur schwer erkennbare Fortschritt bei der Standardisierung von Verfahren zur Produktkontrolle und die nach wie vor viel zu dünne Personaldecke bei den Verfahrensbeteiligten auf behördlicher Seite gäben Anlass zur Sorge, dass bei der geplanten Öffnung des Endlagers im Jahre 2027 tatsächlich nennenswerter Einlagerungsvolumina für das Endlager KONRAD bereit stünden. Jedoch lasse es die derzeitige Situation in Deutschland zu, wo sich derzeit ca. 20 Reaktoranlagen im aktiven Rückbau befänden bzw. die entsprechenden Genehmigungsanträge eingereicht seien, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Im Anschluss an die Eröffnung des Symposiums sprach Frau Sabine Diehr vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Grußworte zur KONTEC 2019. Die Entwicklung der Kernenergie fordere bis heute zu Veränderungen auf. Veränderungen der Haltung und der Perspektive könne durch Bewegung erreicht werden, so Frau Diehr. Mit Offenheit und Zuversicht in die Welt schauen: so sollte die wesentliche Botschaft aller Beteiligten lauten - dies sei wesentlicher Bestandteil der Forschung. Durch das FORKA-Programm (Forschung für den Rückbau kerntechnischer Anlagen) sei eine ganze Reihe von Forschungsprojekten zu Stande gekommen in denen Wissenschaftler und Unternehmen zusammenarbeiten. Das erstmals in Verbindung mit dem Programmausschuss der KONTEC stattfindende Forum „Forschung trifft Industrie“ war gut besucht. Insgesamt 15 Teilnehmer aus Forschung universitärer und institutioneller Forschung luden zum „Speeddating“ mit der Industrie ein. Bei Kaffee und Kuchen wurde über Forschungsvorhaben, Antragstellungen und möglichen Zusammenarbeiten interessiert und rege diskutiert.

Die KONTEC bot auch in diesem Jahr Besuchern, Fachausstellern und Referenten ausgiebig Zeit und Raum für den Austausch von fachlichem Knowhow, sowie für Vernetzung und Vertiefung von geschäftlichen Kontakten. Wesentliche Schwerpunkte des Symposiums sind der Austausch von Fachwissen im direkten Gespräch sowie die in den Vorträgen – seien es Plenar-Vorträge, KONTEC DIREKT oder Poster. In der Fachausstellung auf 1.288 qm nahmen insgesamt 86 Unternehmen die Gelegenheit wahr neueste Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren.

Der Programmausschuss legt besonderen Wert wird auf ein fachlich ausgewogenes Vortragsprogramm in hoher Qualität. Die Zusammenstellung des Programms der KONTEC 2019 erfolgte in drei großen Themengebieten. In der Sektion 1 ging es um „Anlagen und Technologien zur Demontage und zur Behandlung und Verpackung von Betriebs- und Stilllegungsabfällen“, in der Sektion 2 um „Entsorgung, Zwischen- und Endlagerung sowie Transport radioaktiver Abfälle aus Betrieb, Stilllegung und Rückbau kerntechnischer Anlagen“ und die Sektion 3 nahm sich der „Stilllegung und Rückbau kerntechnischer Anlagen“ an. Auf der KONTEC 2019 bekamen 43 Referenten die Gelegenheit, im großen Plenarsaal ihren 20 – 30-minütigen Vortrag vor einem interessierten Fachpublikum zu halten. Für die ausländischen Teilnehmer der Veranstaltung wurden die Plenarvorträge von Simultanübersetzern in die englische Sprache übersetzt.

Der Gewinner des „Best Plenar Award“ wird am 28.06.2019 auf der Nachlesesitzung des Programmausschusses in Hamburg ermittelt. Die Auszeichnung beinhaltet eine exklusive Freikarte zur KONTEC 2021.   In einem weiteren Format, dem KONTEC DIREKT – Kurzvorträge in Wort und Bild, welches es in dieser Form nur auf der KONTEC gibt, wurde Fachleuten aus Forschung und Industrie die Möglichkeit gegeben, zusätzlich zu Ihrem Poster einem kleineren Publikum in einem 10-minütigen Kurzvortrag den Inhalt des eingereichten Beitrages vorzustellen. KONTEC DIREKT bot somit ca. 20 Referenten die Gelegenheit bis zu 60 Zuhörern ihren Postervortrag im Detail digital zu präsentieren.

Der Gewinner des diesjährigen „Best KONTEC DIREKT Short Presentation Award“ mit „Robotersystem zur Kartierung von kerntechnischen Anlagen“ ist Dr.-Ing. Martin Brandauer vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Zusätzlich wurden ca. 60 Poster Vorträge, ein fester Bestandteil der KONTEC, präsentiert. Gewonnen hat den „Best Poster Award“ Dr. Bastian Niedrée vom Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) mit „Mobile Gasprobenahme und Gasanalytik von Abfallfässern und Konradgebinden“.

Im Rahmen des KONTEC CAMPUS „Firmen fördern den kerntechnischen Nachwuchs“ – ein seit 2009 auf der KONTEC durchgeführtes Projekt zur Nachwuchsförderung - konnten zur KONTEC 2019 dank der Unterstützung durch 12 namhafte Unternehmen der Branche 23 Studenten kostenlos an der Veranstaltung teilnehmen. Geleitet wird es seit Jahren durch Herrn Dr. Thomas Hassel, Bereichsleiter des Unterwassertechnikums Hannover am Institut für Werkstoffkunde, Produktionstechnisches Zentrum Hannover (UWTH) und Mitglied des KONTEC Programmausschusses. Nach einer informativen Einführungsrunde zum Auftakt des KONTEC CAMPUS und einem Meeting mit Frau Sabine Diehr fanden u. a. geführte Touren durch die Fachausstellung statt, auf denen sich die teilnehmenden Studenten und interessierte Fachaussteller direkt austauschen konnten. Im Zuge der vergangenen KONTEC CAMPUS Projekte ergaben sich bereits zahlreiche Zusammenarbeitsvereinbarungen zwischen beteiligten Unternehmen und Studenten.

Auf der sehr gut besuchten Abendveranstaltung am Donnerstag, 28. März 2019, dem „KONTEC 2017 Bankett“, auf der Terrassenebene des MARITIM Internationales Congress Center wurden in angenehmer Atmosphäre und bei leckeren Speisen und Getränken interessante Gespräche geführt, Diskussionen vertieft und neue Kontakte geknüpft.

Am Freitag, 29. März 2019 mittags sprach Herr Olaf Oldiges, Vorsitzender des KONTEC Programmausschusses die Abschlussworte und überreichte den Gewinnern der KONTEC 2019 Awards ihre Buchpreise mit Urkunden. Herr Oldiges dankte den Teilnehmern, Fachausstellern, insbesondere den Referenten für ihre wertvollen Beiträge sowie den Beteiligten und verabschiedete mit dem Hinweis auf den Termin zur KONTEC 2021 im MARITIM Hotel & Internationales Congress Center Dresden vom 17.-19. März 2021.

Aktuelle Informationen zu zukünftigen KONTECs auf www.kontec-symposium.de/

Gesellschaft für aktives technisches Marketing GmbH, Hamburg